Dabei begann alles ganz anders. Schon vor dem Dreißigjährigen Krieg befand sich hier eine Sägemühle des von Wedemeyerschen Obergutes. Zwei Wasserräder trieben eine Säge- und eine Grützmühle an. Und bereits um 1660 wurde an der Holzmühle eine Kruggerechtigkeit ausgeübt. Mühle und Einkehr gehörten hier also schon sehr früh zusammen.
Als Anfang April 1945 die amerikanischen Truppen vorrückten, lag die Holzmühle plötzlich mitten im Kriegsgeschehen. Nach den Kämpfen an der Panzersperre wurden am 7. April neun deutsche Soldaten zur Holzmühle gebracht. Einige lebten noch und wurden dort operiert, starben jedoch an ihren schweren Verletzungen.
Und dann war da noch die kleine motorbetriebene Kindereisenbahn, die um den Mühlenteich fuhr. Viele Eldagser dürften sie ebenfalls noch kennen.
Seit 1991 befand sich die Holzmühle im Besitz der Familie Hemmecke, die das Haus umfangreich renovierte und als Waldhotel und Gaststätte weiterführte. 2022 endete schließlich der gastronomische Betrieb.
Die Holzmühle war eben weit mehr als nur eine Gaststätte. Mühle, Ausflugsziel, Treffpunkt und für kurze Zeit sogar Ausweichklinik – mehr als vier Jahrhunderte Geschichte liegen an diesem kleinen Flecken zwischen Eldagsen und Dörpe.
An das Wasserrad, die Kindereisenbahn, eine Familienfeier oder einen Sonntagsausflug?
Vielleicht schlummert bei dem einen oder anderen auch noch ein altes Foto.
Die Beiträge unserer Reihe „Eldagsen früher und heute“ entstehen auf Grundlage historischer Unterlagen, Fotografien, Zeitungsberichte sowie überlieferter Erinnerungen. Trotz sorgfältiger Recherche können sich insbesondere bei älteren Überlieferungen Abweichungen oder neue Erkenntnisse ergeben. Ergänzungen und Korrekturen sind daher ausdrücklich willkommen.
Die verwendeten historischen Abbildungen dienen ausschließlich der heimatgeschichtlichen Dokumentation. Sollten Rechte Dritter betroffen sein, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis.





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