2006 Legendenschilder

07.06.2006

Im Jahr 2006 installierte der damalige Arbeitskreis Stadtgeschichte für 28 Straßen die Legendenschilder, um der Allgemeinheit den Zusammenhang der Straßennamen zur Geschichte der Stadt Eldagsen zu vermitteln. Daher haben alle ausgesuchten Straßen einen historischen Bezug.

Am Gehlenbach

Ende d. 15. Jh. erfolgte d. Umleitung d. Alten Gehlenbachs nach Eldagsen zur Verbesserung d. Mühlenwassers [gehl: gelb, Hinweis auf transportierten Lehm]

Am Langensalza

Ursprüngliche Bezeichnung für das obere Ende der Springer Straße aufgrund dort errichteter Häuser von Teilnehmern der Schlacht bei Langensalza 1866

Am Namenlosen Knick

Knick: Grenzmarkierung in Form eines dichten Gehölzes aus herabgebogenen [geknickten] Ästen

Am Wöhlbach

Wallbach, ehemals Teil der südlichen Stadtbefestigung; zugleich Hinweis auf viele Windungen [wallen, wöhlen]

Amtmannshof

Flurbezeichnung: Hinter dem Amtmannshof; vormals Deputatfläche des Amtmanns Wedemeyer auf dem Untergut

Auf dem Untergut

Unteres Rittergut (bis 1961), mit dem Großvogt Conrad Wedemeyer 1582 vom Herzog von Calenberg belehnt wurde

Baringstraße

Johann Daniel Baring Bürgermeister von 1711 – 1717

Benneckestraße

Ludolf Bennecke, Ratsherr 1952 – 1981 Bgm. 1956 – 1964, Ortsbgm. 1974 – 1976

Büsingstraße

Johann Conrad Ludwig Büsing, Bürgermeister von 1730 – 1787

Diekesbecksweg

Teichbach [altsächs. beki: Bach; mndt. dik: Teich]; der Teich lag zwischen Tennisplatz und Hindenburgallee

Fillerkampsweg

Ehemals Standort der Homeierschen Viehverwertung [fillen: Fell abziehen]

Graf-Kefernburg-Straße

Ludolf Graf von Kefernburg, Begründer der jüngeren Hallermunt-Linie, verlieh Eldagsen um 1230 Stadtrecht und Wappen

Hallermundtstraße

Eldagsen war im Mittelalter Hauptort der Grafen von Hallermunt (der Hallermuntshof lag neben der Kirche)

Holzgrefestraße

Heinrich Holzgrefe (1859 – 1941): Förderer der Stadt, Initiator u.a. der Elektrifizierung (1900), der zentralen Wasserleitung und des Freibades

Kleine Wolfskuhle

Wolfskuhle: Militärisches Hindernis ähnlich den Fanggruben für Wölfe; Flurbezeichnung nahe des Friedhofs

Knickstraße

Teil der Stadtverteidigung waren Dornenhecken, die durch Knicken verdichtet wurden

Landwehrweg

Grenzbefestigung, meist aus Graben und dahinterliegendem Heckenwall bestehend

Lindenbergstraße

Name einer ab dem 17. Jh. ansässigen Familie mit Mühlen- und Landbesitz

Loffenkamp

Land, das einer öffentlichen Verschreibung unterlag oder mit einem Gelöbnis zusammenhing [ahd. lop / ma. loff: geloben]

Obergutstraße

Oberes Rittergut, mit dem Großvogt Conrad Wedemeyer 1582 von Herzog Erich dem Jüngeren von Calenberg belehnt wurde

Salzburgstraße

Zur Erinnerung an die Emigration von 20.000 Protestanten aus dem Salzburger Land im 18. Jahrhundert, die sich unter anderem auch in Eldagsen niederließen

Sölterreeke

Ehemaliger Heckenweg zur Saline [Sölter: Salzfuhrleute; Reeke: Hecke]

Triftkampstraße

An der Trift gelegenes, eingehegtes Stück Acker- oder Weideland [Kamp]

Triftstraße

Trift: Weg zwischen Äckern, auf dem das Vieh zur Weide getrieben wird

Untergutstraße

Zufahrt zum ehemaligen unteren Rittergut des Großvogts Conrad Wedemeyer

Wallstraße

Wall: Erdaufschüttung, Teil der Stadtverteidigung [lat. vallum]

Ziegelhof

Standort einer Ziegelei, die vor Ort gewonnenen Ton brannte

Zur Barenburg

Germanische Fluchtburg im Osterwald [bar: offenkundig (exponierte Lage)]

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