Ein würdiger Platz für den Neddermeyer-Gedenkstein
Am 17. August 2026 wurde um 18 Uhr auf dem Friedhof in Eldagsen der historische Neddermeyer-Gedenkstein feierlich eingeweiht – auf den Tag genau 149 Jahre nach dem tragischen Ereignis, an das er erinnert.
Gerd Schwarz eröffnete für den Bürgerverein Stadt Eldagsen und Umgebung die Feierstunde und erinnerte an das Schicksal von Christian Neddermeyer, seiner Ehefrau Dorothee, geborene Beckmann, und seines Bruders, die am 17. August 1877 während der Feldarbeit durch einen Blitzschlag ums Leben kamen.
Zum Gedenken an die Verstorbenen wurde seinerzeit an der Unglücksstelle ein kleiner weißer Gedenkstein errichtet. Seitdem hat der sogenannte Dreiecksstein eine lange und wechselvolle Geschichte erlebt. Er wurde versetzt, beschädigt und bewahrt und fand zwischenzeitlich einen Platz vor dem Museum in Springe.
Für uns als Bürgerverein war es wichtig, dass das historische Original wieder nach Eldagsen zurückkehrt. Ein Gedenkstein, der an drei Menschen aus Eldagsen und ein Ereignis unserer örtlichen Geschichte erinnert, sollte auch hier seinen dauerhaften Platz haben.
Mit seinem neuen Standort auf dem Friedhof ist dies nun gelungen. Der gewählte Platz hat sich als ausgesprochen passend erwiesen. Der Stein fügt sich sehr gut in die Umgebung ein, kann dort dauerhaft erhalten werden und bleibt gleichzeitig für alle zugänglich.
Nach der Eröffnungsrede übernahm Pastor Schultheiß den geistlichen Teil der Feierstunde. Besonders eindrucksvoll war seine Interpretation der Losung vom 17. August 1877. Mit den Worten dieses Tages schlug er eine Brücke zwischen dem tragischen Geschehen vor 149 Jahren und der Erinnerung in unserer heutigen Zeit. Anschließend weihte er den Gedenkstein an seinem neuen Standort.
Zum Abschluss legten Gerd Schwarz und Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf gemeinsam ein Gesteck mit Bändern in den Farben Eldagsens am Gedenkstein nieder.
Es war eine ruhige, schöne und würdevolle Feierstunde, die dem Schicksal der Verstorbenen ebenso gerecht wurde wie der besonderen Geschichte dieses kleinen weißen Steins.
Unser besonderer Dank gilt Pastor Schultheiß für die würdevolle Gestaltung der Einweihung und die eindrucksvolle Einbeziehung der historischen Tageslosung.
Ebenso bedanken wir uns bei der Firma Dziubek für ihre Unterstützung bei der Umsetzung und Herrichtung des Gedenksteins.
Ein besonderer Dank gilt auch Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf und dem Ortsrat Eldagsen-Mittelrode für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Rückkehr des Gedenksteins und die Suche nach einem geeigneten dauerhaften Standort waren ein gemeinsames Anliegen. Das Ergebnis zeigt, was erreicht werden kann, wenn Bürgerverein und Ortsrat bei der Bewahrung unserer örtlichen Geschichte gemeinsam an einem Strang ziehen.
Als Bürgerverein haben wir uns zur Aufgabe gemacht, die Geschichte unserer Heimat zu bewahren und sie für kommende Generationen sichtbar zu machen. Der Erhalt dieses Gedenksteins ist ein weiterer wichtiger Baustein dieser Arbeit.
Nach einer langen und wechselvollen Geschichte hat der Neddermeyer-Gedenkstein nun einen würdigen Platz gefunden.
Er ist wieder dort, wo seine Geschichte hingehört – in Eldagsen.



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